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Die Ausstellung wurde von Prof. Hans Hass eröffnet.

Lotte Hass, Hans Hass bei der Buchsignierung nach der Eröffnung (Foto: Erich Pröll)

Hier ein kurzer Lebenslauf des wohl berühmtesten und vor allem Ersten Erforschers der tropischen Meere:

Prof. Dr. rer. nat. Hans Hass:

Geboren am 23. Januar 1919 in Wien als Sohn von Dr. Hans Hass, Rechtsanwalt, und Meta Hass, geb. Brausewetter.

Verheiratet seit 1950 mit Lotte Hass geb. Baierl . 2 Kinder: Sohn Hans (1946), Tochter Meta (1957).

 Werdegang:

Mittelschule in Wien (Schottengymnasium und Theresianische Akademie). Bereits während der Schulzeit konnte der überaus sportliche Hans Hass Erfolge in Fechten, Zehnkampf, Schwimmen, Kunstspringen aufweisen.
 

1937  Reist zum  Abitur an die französische Mittelmeerküste, lernt den amerikanischen Journalisten Guy Gilpatric kennen. Den Begründer der Unterwasserjagd. Erste Unterwasserspeerjagd zwischen Antibes und Saint Raphael. Konstruiert die erste wasserdichte Hülle für eine Kleinbildkamera. Entwirft den ersten schlauchversorgten Taucherhelm. 

1938  Expedition zur dalmatinischen Küste. Macht erste Unterwasserfotos. Steigt  mit Helm bis 20 Meter tief. Konstruiert eine  wasserdichte Hülle für eine 16-mm-Schmalfilmkamera.

1939  Expedition in die Karibik (Curaçao, Bonaire).  Erste freitauchende Erkundung tropischer Korallenriffe. Mehrere tausend Unterwasserfotos, erste Unterwasserfilmaufnahmen. Erste Farbfotos. Studium des Verhaltens von Haien.

1940  Tauchen im Golf von Mexiko, an der kalifornischen Küste und auf Hawaii. Zoologiestudium an der Wiener Universität. Artikel "Wir lebten unter Fischen" (Berliner Illustrirte). Das Titelbild mit Hai machte Hass und den Tauchsport über Nacht bekannt.

1941  Vortragstätigkeit. Zusammen mit Draeger-Werk in Lübeck Entwicklung des ersten Schwimmtauchgerätes (Sauerstoff-Kreislaufgerät). Es ermöglichte längere Tauchgänge von einer Stunde Dauer. Organisationsbüro für Unterwasserforschung in Berlin gegründet. Fortsetzung der Studien an der Friedrich-Wilhelm-Universität Berlin. 

1942  Ägäis-Expedition. Film: "Menschen unter Haien", der ein großer Erfolg wurde. Buch "Fotojagd am Meeresgrund" mit Unterwasser-Farbfotos.

1943  Arbeit an Zoologischer Station in Neapel. Promotion zum Dr. rer. nat. Schwimmtauchen erstmals als Methode meeresbiologischer Forschungt. Ankauf des Zweimastschoners "Seeteufel", der zum Forschungsschiff ausgebaut wird.

1945  Kriegsende, Verlust des Forschungsschiffes samt Ausrüstung. Vortragstätigkeit. Ehe mit der Schauspielerin Hannelore Schroth.

1946  Philosophische und anthropologische Studien, Evolutionsforschung. Geburt von Sohn Hans.

1947  Uraufführung des Films "Menschen unter Haien" in Zürich (1949 in Deutschland). Organisationsbüro für Unterwasserforschung in Wien gegründet. Buch: "Drei Jäger auf dem Meeresgrund".

1948  Entwicklung der Hans-Hass-Flosse und eines wasserdichten Gehäuses für die Leica. Patent für ein Gerät zur Anlockung von Haien und Steuerung von Fischschwärmen. Buch: "Menschen und Haie".

1949  Expedition nach Port Sudan, als erster Tauchuntersuchungen im Roten Meer.

1950  Zweite Expedition zum Roten Meer. Film: "Abenteuer im Roten Meer". Ehe mit Lotte Baierl. Gründung des Int. Instituts für submarine Forschung in Vaduz, Liechtenstein. Übersiedlung nach Liechtenstein

1951  Erster Preis auf der Biennale in Venedig für "Abenteuer im Roten Meer". Hollywood kauft die Weltrechte. Kauf des Dreimastschoners "Xarifa" (350 Tonnen, 43 Meter Länge). Buch über erste Rote-Meer-Expedition: "Manta, Teufel im Roten Meer".

1952  Ausbau der "Xarifa" mit Unterstützung deutscher und österreichischer Firmen. Konstruktion der "Rolleimarin", wasserdichtes Gehäuse für die Rolleiflex. Die Kamera gilt lange Zeit als die Unterwasserkamera schlechthin. Expedition mit Ehefrau Lotte zum Großen Barriereriff in Australien. Erste Nahaufnahme eines Hammerhais.

1953  Filmverträge mit Herzog-Film (München) und Sascha-Film (Wien). Erste "Xarifa"-Expedition mit neun Teilnehmern (incl. Lotte Hass) und 12 Mann Besatzung: Hamburg-London-Azoren-Los Roches (Venezuela)-Bonaire-Panama. Erster Einsatz von Unterwasser-Scheinwerfern bei Filmaufnahmen.

1954  Fortsetzung der Expedition: Galapagos-Archipel, Pearl-Islands, Panamaküste, Karibik. Untersuchungen auf dem Gebiet der Verhaltensforschung und Korallenökologie.

1955  Unterwasser-Safaris im Roten Meer zum Unterhalt der "Xarifa". Produktion von sechs Fernsehfilmen: "Diving to Adventure" (BBC 1956)

1956  Einbau der ersten Unterwasser-Fernsehanlage in die Xarifa.

1957:  Zweite "Xarifa"-Expedition über Ostafrika durch Indischen Ozean zu den Malediven. Über 150 wissenschaftliche Publikationen über Ergebnisse der beiden Expeditionen. Die dabei gedrehten Aufnahmen gehen in die 24 Folgen von "Expedition ins Unbekannte" ein. Geburt der Tochter Meta.

1958  Fortsetzung der Expedition in den Malediven und Ceylon. In Bristol Fertigstellung der ersten sechs Folgen der TV-Serie "Expedition ins Unbekannte" ("Adventure") in englischer und deutscher Fassung. Der SDR beginnt am 12. September mit der Ausstrahlung von nur 13 Folgen im Monatsrhythmus. Expedition zur Straße von Malakka bis Singapur. Heimfahrt der Teilnehmer.

1959  Fertigstellung der 18 TV-Folgen von "Expedition ins Unbekannte". Oscar für den Film "Unternehmen Xarifa". Am 19.12. die 13.und letzte Folge von "Expedition ins Unbekannte" im deutschen Fernsehen. Vorläufige Einstellung der Tauchtätigkeit, widmet sich allgemeiner System- und Evolutionsforschung.

1960   Verkauf der "Xarifa", Rückführung von Singapur ins Mittelmeer. Beendigung der Forschungen unter Wasser für zehn Jahre, in denen seine Familie vom Erlös des "Xarifa"-Verkaufs lebt. Hinwendung zur vergleichenden Untersuchung von Grundbegriffen in Biologie und Wirtschaft.

1961 Untersuchung von Landlebewesen aus Sicht ihrer maritimen Abstammung. Studium von Betriebs- und Volkswirtschaft aus biologischer Sicht.

1962  Beschäftigung mit Atomphysik und Energietransformationen. Entwicklung des Energon-Begriffs. Verhaltensforschung am Menschen. Entwickelt die Spiegeloptik. 

1964  Erste Expedition mit Eibl-Eibesfeldt nach Kenia, Tansania und Uganda,  Gründung der ersten Forschungsstelle zur biologischen Analyse menschlichen Verhaltens des Instituts für Humanethologie in Liechtenstein.

1965  Expedition mit Eibl-Eibesfeldt nach Peru, Mexiko, USA, Hawaii, Japan, Hongkong, Bali. Fernsehserie "Wir Menschen" (13 Folgen, ARD, ORF, BBC, SRG 1966)

1966  Ausbau der Energon-Theorie. Zusammen mit Eibl-Eibesfeldt: "Zum Projekt einer ethologisch orientierten Untersuchung menschlichen Verhaltens". (Mitteilungen der Max-Planck-Ges.)

1967  Studium von Konzepten der Unternehmensführung und Managementstrategie.

1968  Vortragsreise für Goethe-Institut durch Süd-Amerika.

1969  Veröffentlichung der Energontheorie in "Energon, das verborgene Gemeinsame". Demnach entfalten sich Berufstätigkeit und Unternehmen des Menschen zwangsläufig nach den gleichen Grundgesetzen, die auch die Evolution der Tiere und Pflanzen vorantrieben.

1970  Expedition mit Sohn Hans zur Cheviot Bay (Australien). Expedition mit Eibl-Eibesfeldt, Frau und Tochter zum Großen Barriereriff, Reise auf den Spuren von Cook. 

1971  Filmexpeditionen nach British Guayana. "Manifest zur Bekämpfung mechanischer Unterwassersportwaffen" .

1972  Jugendbuch über Aspekte des menschlichen Vordringens ins Meer: "Vorstoß in die Tiefe" (Esso 1972). 

1974  Filmexpedition Pazifik, "Das Wrack der Toten" (ARD, ORF 1975)

1975 "Der Hans-Hass-Tauchführer. Das Mittelmeer". Meeresweltausstellung "Expo 75" in Japan, 

1977  Hans Hass erhält von der  Wiener Universität den Professorentitel. Vier TV-Filme über Ergebnisse der Spiegelaufnahmen mit Eibl-Eibesfeldt: "Über die Natur des Menschen (ZDF 78). 

1978  Unternehmensberater. Hass fordert vier Nobelpreisträger heraus, seine Energontheorie zu widerlegen. 

1979  Expedition nach Port Sudan, um nach 30 Jahren den Korallenbewuchs erneut zu inspizieren. Herausforderung zur Widerlegung der Energontheorie nur von Uni Wien angenommen, Widerlegung nicht geglückt.

1980  Drei Filme über einen Volksstamm in Neuguinea: "Die Epo" (ZDF 81). Exkursionen zu den Seychellen und Amiranten. Vorlesungen an der Uni Wien.

1982  Produktion der Film-Trilogie "Komm ins Meer!" (ARD, ORF 83). Entwicklung des Tauchcomputers "Hans Hass Deco-Brain". Exkursion nach Kuba.

1983  Beginn der Studien über die Auswirkungen angeborener Raubtierinstinkte des Menschen in der Wirtschaft. Vorträge und Managementseminare.

1984  TV-Film "Das verwandelte Paradies" über die Malediven.  Prof. Helmut Jedele produziert mit Hass 13teilige TV-Serie über die Taucherlebnisse von Hass: "Meine Erlebnisse und Forschungen im Meer" (ARD 85, ORF 91)

1985  Referat "Grundlagen eines neuen Denkens. Was einen Korallenfisch mit einem Wirtschaftsunternehmen verbindet". Buch mit Eibl-Eibesfeldt: "Stadt und Lebensqualität."

1986  Ausstellung "50 Jahre Tauchsport und Unterwasserforschung". Reise in verschiedene Erdteile. Untersuchung über Auswirkungen des Geldes als "übernormaler Schlüsselreiz".

1988  "Deco-Brain" wird miniaturisiert und weltweit vermarktet. Der Tauchcomputer errechnet die Aufstiegszeit beim Tauchen. Buch: "Der Hai im Management. Zur Biologie wirtschaftlichen Fehlverhaltens".

1989  Hass wendet sich von wirtschaftlichen Fragestellungen ab und der Umweltproblematik zu. Kontakte mit Greenpeace und Global 2000. Präsident des neugegründeten "Förderkreis Sporttauchen"

1990-99 Anwendung der Energontheorie in verschiedenen Wissenschaftsbereichen. Veröffentlichung von "Die Hyperzeller" (1994). Reise zum Großen Barriereriff.


 2000 Expedition mit Erich Pröll nach Port Sudan, um nochmals  den Korallenbewuchs zu inspizieren. 

Film & Fernsehen:

"Pirsch unter Wasser" (39/40),

"Menschen unter Haien" (42),

"Abenteuer im Roten Meer" (50),

"Unternehmen Xarifa" (54).

Über 70 TV-Filme, darunter: "Expedition ins Unbekannte" (24 Teile, 58/59), "Cheviot Bay" (70), "Unsere Reise mit Kapitän Cook", "Die verwunschenen Inseln" (71), "Die Pirateninsel" (72), "Die Teufelsinsel" (72), "Wir Menschen" (75, Farbe), "Wohnen im Meer" (75), "Rausch ohne Drogen", "Fisch unter Fischen" (77), "Tauchen nach Geld" (79), "Das Monstrum" (ARD 80), "Meine Erlebnisse und Forschungen im Meer" (ARD 85). 

Buchveröffentlichungen (u.a.):

"Jagd unter Wasser mit Harpune und Kamera"(38),

"Unter Korallen und Haien"(41),

"Menschen und Haie" (48),

"Manta, Teufel im Roten Meer" (51),

"Wir kommen aus dem Meer" (57),

"Expedition ins Unbekannte" (61),

"Wir Menschen" (68),

"Energon" (70),

"In unberührte Tiefen" (71),

"Der Hai. Legende eines Mörders" (77, mit Eibl-Eibesfeldt),

"Die Schöpfung geht weiter" (78, mit Lange-Prollius)

"Wie der Fisch zum Menschen wurde" (79),

"Im Roten Meer" (80),

"Naturphilosophische Schriften" (87),

"Der Hai im Management" (90),

"Die Hyperzeller" (94),

"Aus der Pionierzeit des Tauchens. In unberührte Tiefen" (96),

"Das Ende des grenzenlosen Wachstums" (Broschüre, 97).

Buch-Biografie: "Hans Hass - Ein Leben lang auf Expedition" von Michael Jung (1994)

Film-Biografie: "Der Mann, der das Meer entdeckte" von Manfred Christ (1999)

 

Auszeichnungen/Würdigungen:

Goldene Medaille der österreichischen Photographischen Gesellschaft, Wien (1950)
Erster Preis für die beste Idee für einen "Österreich-Film", Wien (1950)
Erster Preis für große Dokumentarfilme auf der Biennale in Venedig für "Abenteuer im Roten Meer" (1951)
Filmpreis für "besten Dokumentarfilm" für "Unternehmen Xarifa" Los Angeles/USA, (1959)
Ehrung durch die französische Marine (1987)
Wissenschaftsmedaille der Stadt Linz (1987)
Goldene Ehrennadel des Verbandes Deutscher Sporttaucher VDST (1994)
Historical-Diving-Society-(UK)-Award für "Historical Diving Achievement", Whitstable/Kent (1994)
Österreichisches Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst (1998)
DEMA-Reaching-out-Award, Orlando/USA (1998)
Historical-Diver-Award, Orlando/USA (1998)
Hans-Hass-Filmfestival, St. Barbara/USA (1998)
Zwei "Nogi-Awards" für Science und Distinguished Service, USA (1998)
"Goldene Medaille" der Stadt Wien (1999)
Konrad-Lorenz-Staatspreis (1999)
Donauland-Sachbuchpreisträger (1999)
Dieter-Plage-Lifetime Achievement Award, Jackson Hole / USA(2001)

 

- des Unterwasserfilm- und -fotowettbewerbes um die "Hans-Hass-Medaille", die seit 1978 alle 2 Jahre im Nordico-Museum Linz/A verliehen wird.

- des "Hans-Hass-Filmpreises" der seit 1996 alle 2 Jahre im Rahmen des Naturfilmfestivals "Biovision" im Düsseldorfer Löbbecke-Museum und Aquazoo verliehen wird.

 

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Stand: 09. März 2002